"I love mission impossible!"

(Helmy Abouleish, CEO Sekem – „Wunder der Wüste“)

Die Zukunft gehört denen, die ihren Purpose kennen und leben! 

Warum strahlen manche Menschen selbst in Krisenzeiten Zuversicht aus? Was hat Führungsstärke mit Mitgefühl zu tun? Und wie gelingt es, wirtschaftlichen Erfolg mit Sinn, Verantwortung, persönlichem Wachstum und Erfüllung zu verbinden?

In Purpose wirkt gehen die Autorin Anita Tscherne und der Autor Michael Weiss diesen Fragen auf den Grund und zeigen, wie man mit Klarheit, Mut, Freude, Dankbarkeit und Verbundenheit für sich und andere wirksam werden kann.

Inspirierende Portraits und Lebensgeschichten außergewöhnlicher Unternehmer:innen, Führungspersönlichkeiten und Visionär:innen eröffnen dabei eine Welt neuer Möglichkeiten und zeigen die enorme Kraft hinter dem Wirken für ein besseres Morgen.

„Wahres Gelingen entsteht nie durch äußere Anerkennung, sondern immer durch Innere Entwicklung. Die Geschichten in diesem Buch machen dies eindrucksvoll sichtbar – geschrieben für Menschen, die sich tiefen Fragen stellen; gerichtet an all jene, die Erfolg nicht nur in Zahlen messen, sondern mit Sinn.“

Jack Canfield

Purpose wirkt.

Purpose wirkt, wenn innere Haltung zu erfülltem, sinnvollem Handeln wird: im eigenen Leben, in Führung und Arbeit, im Unternehmen – und in der Welt.

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Inner Development

Persönliches Wachstum

Freude, Sinn, Klarheit und innere Führung

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in Führung & Arbeit

Leadership

Motivation, Mitgefühl und Berührungspotenzial

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in Unternehmen

Zukunfts- und Krisenfähigkeit

Innovative Geschäftsmodelle, Nachhaltigkeit

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Beitrag

Verantwortung

für Menschen, Kultur, Natur und Welt

Purpose wirkt ist kein klassischer Managementratgeber, keine Methodenkatalog für Erfolg, kein Rezeptbuch für Glück – vielmehr verbinden Anita Tscherne, erfahrene Führungskraft, Trainerin und Coachin, und der Transformationsberater Michael Weiss persönliche Erfahrungen, Interviews und Einblicke mit aktuellen Erkenntnissen zu Führung, Bewusstseinsentwicklung und nachhaltigem Wirtschaften.

 

  • Purpose statt Profit: Warum Purpose-driven wirtschaftlich erfolgreicher macht
  • Keine Management-Theorie, sondern gelebte Transformationspraxis
  • Mutmacher in Krisenzeiten: Portraits von Zukunftsgestalter:innen
  • Jenseits klassischer Methoden: Was wirkt wann bei wem?
  • Reife statt Rolle: Die neue Bewusstseinslogik der Führung
  • Kompass statt Karte: Entscheidungen in komplexen Systemen
  • „Schwierig gehört dazu!“ – Krisen überstehen mit einem Lächeln

Zwischen „Geht nicht!“ und „Utopia“ führt ein Weg!

Purpose-Pioniere & -Pionierinnen

Wie finden wir heraus, was uns im Innersten bewegt? Hat jeder Mensch einen Purpose? Und wenn ja, wie entdecken wir ihn? Was sind das für Menschen, die ihren Purpose gefunden haben? Wie hat ihr Purpose zu Erfolg verholfen?

Purpose wirkt stellt keine Theorien auf, sondern begegnet Menschen, die an Wendepunkten gestanden und Krisen durchlebt haben, die neue Wege gegangen sind und aus innerem Wachstum konkrete Wirkung gemacht haben: 15 Unternehmerinnen und Unternehmer, Gestalterinnen und Gestalter, die auf sehr unterschiedliche Weise – in herausragenden Projekten, Initiativen und Lebenswerken – gezeigt haben, wie aus innerer Klarheit unternehmerische und gesellschaftliche Wirkung entsteht.

„Finde Deinen Purpose, und Dein Leben wird sich verändern: Du findest eine andere Art zu arbeiten, zu führen und zu wirken.“

Michael Weiss

Autoren & Mitwirkende

Anita Tscherne und Michael Weiss zeichnen ein Panorama von (Selbst-)Führung in einer neuen Zeit. Gemeinsam verbinden sie zwei Blickrichtungen: die strategisch-unternehmerische und die menschlich-entwicklungsorientierte. Daraus entsteht die besondere Stimme dieses Buches: nah an den Purpose-Pionier:innen, geerdet in Erfahrung und offen für die große Frage, wie Sinn im Menschen beginnt und über Führung, Unternehmen und Wirtschaft in die Welt hineinwirkt.

Michael Weiss

Maschinenbau- und Wirtschaftsingenieur, Trainer, Autor und Bewusstseins-Coach; TÜV Leadauditor für Qualität, Umwelt, CSR und Purpose-Entrepreneur
Michael Weiss steht für die unternehmerische, beratende und geistige Linie des Buches. Seit über 30 Jahren begleitet er Organisationen in 250 Projekten auf dem Weg zu verantwortungsbewusstem, sinnorientiertem, unternehmerischem Handeln.

Ein Jack-Canfield-Kongress in Arizona wurde für Michael zum biografischen Wendepunkt. Dort fand er den Mut, seinen eigenen Purpose ernst zu nehmen und daraus eine neue Gangart für sein Leben und Arbeiten abzuleiten: heraus aus der klassischen Automobil- und Managementwelt, hin zu einem Leben mit Sinn, Wirkung und nachhaltiger Entwicklung. Diese biografische Wendung macht seine Perspektive auf Purpose besonders glaubwürdig: Er schreibt nicht über ein Thema, sondern aus einer gelebten Erfahrung heraus.

Anita Tscherne

Führungspersönlichkeit und Brückenbauerin zwischen Menschen und Organisationen, Canfield-Methodology-Trainerin und systemische Coachin, Autorin.

Anita Tscherne bringt die menschliche, führungspraktische und erzählerische Linie des Buches ein. Sie arbeitet seit 30 Jahren in der Geschäftsführung unterschiedlicher Sektoren des Gesundheitswesens, mit Schwerpunkt Veränderungsprozesse, und kennt Organisationen, Human Resources, Change und Führungskräfteentwicklung aus eigener Erfahrung und Verantwortung.

Ihre Stärke liegt in jener Qualität, die im Buch immer wieder auftaucht: Berührungspotenzial. Sie verbindet Einfühlungsvermögen mit Führungsstärke, weibliche Perspektive mit Organisationserfahrung und erzählerische Kraft mit einem tiefen Verständnis für menschliche Entwicklung. Dabei bewegt sie sich dynamisch zwischen Politik, Wirtschaft, Organisationen und Menschen.

Jack Canfield (Vorwort)

Der international bekannte Bestsellerautor, Trainer, Keynote-Speaker und Mitbegründer von „Chicken Soup for the Soul“ eröffnet das Buch als weltbekannte Stimme für Potenzialentwicklung und Impulsgeber. Mit seinem Bestseller The Success Principles hat er seine Erfahrungen und Erkenntnisse zu einem umfassenden Wegweiser für persönliche Entwicklung, Eigenverantwortung und ein erfülltes Leben verdichtet. Als einer der Protagonisten des weltweiten Dokumentarfilm-Erfolgs The Secret wurde er darüber hinaus einem Millionenpublikum bekannt.

Schon zu Beginn seiner Laufbahn als Lehrer an einer Highschool in einem sozial herausfordernden Umfeld unterstützte er junge Menschen dabei, ihr eigenes Potenzial zu entdecken und unabhängig von ihren Lebensumständen ihren Weg zum Erfolg zu finden. Später wurde er zu einem der weltweit bekanntesten Trainer und Impulsgeber für persönliche Entwicklung. In mehr als 2.500 Workshops und Veranstaltungen auf der ganzen Welt hat Jack Canfield Menschen darin begleitet, ihre ganz persönliche Vorstellung von Erfolg zu verwirklichen und ein Leben mit mehr Freude, Sinn und Erfüllung zu gestalten.

Für Anita Tscherne und Michael Weiss ist Canfield zugleich eine biografisch wichtige Ursprungsspur: In seinem Umfeld fand Michael zum einen den Mut, seinem eigenen Purpose zu folgen und sein Leben neu auszurichten. Zum anderen knüpften Anita und Michael bei einem Jack-Canfield-Seminar auf besondere Weise eine Verbindung, die sie später gar zu ihrer persönlichen wie beruflichen Partnerschaft führte.

Christine Abbott (Nachwort)

Christine Abbott führt eine weitere Linie fort, die eng mit Michael Weiss’ Arbeit verbunden ist: Action Learning, Leadership Learning, Reflexion, Facilitation und die Frage, wie Menschen und Organisationen im echten Leben lernen, wachsen und sich verändern. Christine ist Autorin und Co-Autorin mehrerer Fachpublikationen und gehört zu jenen Stimmen, die Lernen als bewussten Entwicklungsprozess in realen Führungs- und Veränderungssituationen versteht; ihr Beitrag im Buch verbindet die Welt des Lernens und der inneren Führung mit dem zentralen Anliegen des Buches: Purpose nicht nur zu verstehen, sondern wirksam werden zu lassen.

Reinlesen & Einblicke

Purpose wirkt ist mehr als ein klassisches Fachbuch, nämlich eine unterhaltsame Doku im Buchformat: mit redaktionellen Fenstern, persönlichen Berichten und Reportagen, mit szenischen Erzählpassagen, Unternehmensporträts, Managementhintergründen und praktischen Impulsen.

Die folgenden Einblicke zeigen, wie vielseitig Purpose wirkt angelegt ist: zum Reinlesen, Weiterdenken, Entdecken und Eintauchen.

Die ersten 30 Seiten

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Pioniere vor Ort

Helmy Abouleish: Wie man trockene Wüste in eine florierende Oase verwandelt

…nach Manfreds Feldern und Gewächshäusern führt uns der Weg nun dorthin, wo Veränderung wortwörtlich mit Erde beginnt: in die Wüste nordöstlich von Kairo. Wer dort die Lebensmuster- und Wirtschaftsregion SEKEM betritt – vielleicht durch ein Tor, hinter dem plötzlich Dattelpalmen Schatten spenden, Vögel im Wind zwitschern und ein Duft von Heilkräutern in der Luft liegt – fühlt sofort, dass dies mehr ist als ein Wirtschaftsbetrieb. Statt nüchterner Büros empfängt einen ein Organismus aus Erde, Licht, Menschen und Klang, fast so, als sei hier ein lebendiges dreidimensionales Gemälde entstanden. Helmy Abouleish wirkt darin nicht wie ein Dirigent, dem alle folgen, sondern wie ein Hüter der Partitur, in der jede Stimme, jeder Ton zusammengehört – und damit bin ich eigentlich schon beim richtigen Bild. SEKEMs Wurzeln liegen nämlich in einer ungewöhnlichen Geste: Helmys Vater, Ibrahim Abouleish, Gründer und Visionär von SEKEM, brachte einst als erste „Investitionen“ einen Traktor und ein Klavier in die Wüste. Der Traktor symbolisierte dabei die Durchsetzungskraft und Arbeit im Gleichklang von Ökonomie und Ökologie; das Klavier die Verbundenheit des Menschen mit seiner Kultur, der – als Träger von Kreativität, Bewusstseins- und Sinnbildung – stets eingebettet ist in einen stufenweisen Entwicklungsprozess, von der Vision über Forschung bis hin zur Skalierung und Verankerung. Helmy nennt das heute tägliche Arbeit „am System“. Diese Arbeit hat ihm internationale Anerkennung eingebracht: Er ist Träger zahlreicher Nachhaltigkeits- und Wirtschafts­preise, wurde als „Cham­pion of the Earth“ vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen ausgezeichnet, ist Mitglied hochrangiger Beratungsgremien zu Klima- und Entwicklungsfragen, sitzt in Stiftungsräten und leitet neben SEKEM weitere Organisationen, die an globalen Transformationsstrategien mitwirken. Staatschefs und internationale Konferenzen laden ihn als Redner ein, wenn es darum geht, Wirtschaft neu zu denken – nicht nur in Ägypten, sondern weltweit.

Und dann begegnet man ihm – Helmy, mit ruhiger Präsenz mitten im Geschehen: wie er geerdeten Schrittes auf der wunderschönen SEKEM Ecofarm zwischen Produktionsgebäuden, Schulen, Kindergärten, Feldern, Palmen und einem Meer an blühenden Hibiskus-Sträuchern entlang geht, in ruhigem, freundlichem Ton mit den Arbeitern spricht oder einem jungen Gewächshausgärtner ein ermutigendes Lächeln schenkt, wenn dieser stolz eine neue Pflanzung präsentiert. „Im Schweren liegt das Leichte, im Dunkel das Licht“, sagt Helmy, und er schildert mir Rituale bei SEKEM, wie den „wöchentlichen Kreis“, bei dem man sich in die Augen sieht, um zu fühlen, wie es dem anderen wirklich geht.

Und ich blicke ihm ins Gesicht und weiß: Helmy ist ein Mensch, der in der Ödnis der Wüste Zukunft schafft. Unter seiner Führung ist SEKEM keine Randnotiz, keine experimentelle Öko-Kolonie, sondern eine zukunftsfähige Form der Wirtschaft, die heilt – Böden, Menschen, Gemeinschaft. Wir dürfen nun gespannt sein auf drei Skizzen seines Lebensweges, die zeigen, wie sich Vision, Mut und Weitsicht in der trockenen Wüste verwurzeln und dann weit in die Welt hinauswachsen. (…)

Company Portraits

…Purpose scheitert meist nicht an Unwissenheit. Er scheitert an der Haltung, in der wir – oft unbewusst – leben und entscheiden. Permantiers Modell ist in diesem Sinn keine Typologie, sondern ein Spiegel. Es zeigt, wo wir stehen – und was uns (noch) zurückhält. Erst wenn wir das erkennen, wird Purpose zur praktikablen, realen Haltung. Umso mehr wir als Führungskraft aus der Haltung der 6. Stufe, also der Haltung der Kokreation, heraus agieren, desto mehr sind wir in der Lage, Mitarbeitende zu verstehen und zu führen, die sich möglicherweise auf den Stufen 1-5 befinden. Und so bringen wir Transformation nachhaltig voran.

Zwei Beispiele, dass es trotzdem geht – auf allen Ebenen!

Wir sehen: es gibt unzählige inspirierende Beispiele von Unternehmen, die Nachhaltigkeit nicht nur propagieren, sondern längst tagtäglich praktizieren; Maßnahmen, die Umwelt und Mensch ins Zentrum rücken – und damit nichts Geringeres als unsere gemeinsame Zukunft gestalten. In den bisherigen Kapiteln war es mir ein Anliegen, einen atmosphärischen Überblick über diese vielfältigen Bewegungen zu geben, ohne allzu sehr ins Detail zu gehen.

An dieser Stelle jedoch möchte ich innehalten – und zwei spannende Unternehmen näher beleuchten. Einen Pionier und eine Pionierin, die Wandel nicht als singuläre Maßnahmen verstehen, sondern als kohärente Transformation auf allen Ebenen: von der Produktion über Führungsprinzipien bis hin zum gesellschaftlichen Engagement. Dabei geht es mir in diesem Kapitel nicht darum, nachhaltige Managementpraktiken als einzigartig „lichtvoll“ darzustellen – dafür hat man letztlich als Außenstehender trotz Recherche und Dialog mit dem jeweiligen Unternehmen zu wenig faktischen Einblick. Vielmehr möchte ich den Geist von Purpose-Pionieren an eindrucksvollen Beispielen beschreiben – und zwar an dieser Stelle bewusst aus sehr wettbewerbsorientierten Branchen, wo man am wenigsten vermutet, dass viel Change bewirkt werden kann.

Das erste Beispiel dürfte Ihnen bereits aus vorausgegangenen Erwähnungen vertraut sein: VAUDE, das schwäbische Outdoor-Unternehmen aus Tettnang, das so eindrucksvoll zeigt, wie sich selbst in einer ressourcenintensiven Branche Nachhaltigkeit konsequent umsetzen lässt. Das zweite Beispiel stammt aus einem Bereich, den man mit ökologischer Verantwortung nur schwerlich in Verbindung bringt – und gerade deshalb überrascht es umso mehr: Werner & Mertz, der Mainzer Hersteller von Haushalts- und Reinigungsprodukten, der mit seiner bekannten Marke Frosch anscheinend längst zu einem Vorreiter einer neuen, kreislauffähigen Wirtschaft geworden ist. (…)

Szenisches Storytelling

Am Bohrturm, Februar 2013: Alles auf eine Karte

Es war ein kalter Morgen im Februar. Nebel lag schwer über den Feldern von Bad Blumau, über dem Bohrplatz hing ein feiner Dampf, der aus den Schläuchen und Leitungen kroch. Der Geruch von Öl und feuchter Erde mischte sich mit dem der Holzpaletten, auf denen Werkzeugkisten und Kabelrollen standen. Über allem das gleichmäßige Rattern der Bohranlage – dumpf, beharrlich, wie ein Herzschlag aus Stahl.

Manfred stand etwas abseits, die Hände tief in den Jackentaschen vergraben, den Blick auf das wuchtige Gestänge gerichtet, das sich beharrlich in den Boden fraß – nun schon zum wiederholten Mal. Er wusste, dass dies nicht einfach eine zweite Bohrung war; es war „sein letzter Versuch“ – der, der alles entscheiden sollte. Nach acht Jahren Vorarbeit, endlosen Verhandlungen, Millionen an Planungskosten und einer gescheiterten ersten Bohrung setzte er nun alles auf eine Karte. Ein Sprung ohne Netz – denn von Anfang an war klar: Entweder sie finden diesmal genug Wasser mit der richtigen Temperatur oder das Projekt stirbt. Alles oder nichts.

Manfred überließ sich dem Rhythmus der Bohrung, deren dunkles Rumpeln aus der Tiefe fast körperlich zu spüren war. Er sinnierte, die Erinnerung an 2012 war noch frisch: Damals war das Gutachten für seinen ersten Versuch vielversprechend gewesen – 50 Liter pro Sekunde sollten gefördert werden, 2.800 Meter tief waren sie bereits gegangen, voller Hoffnung auf heiße Wassermassen. Doch was dann ans Tageslicht kam, als der Bohrkopf endlich auf die Ader stieß, war nur ein kümmerliches Rinnsal, gewissermaßen nicht mehr als heiße Luft: Klägliche 19 Liter hatte die Tiefe ausgespuckt. „Das reicht nicht mal, um die Pumpen zu rechtfertigen“, hatte der Geologe damals gesagt. Es war, als würde jemand eine Luftmatratze anstechen, die nur zu einem Drittel aufgeblasen war. (…)

Beyond Management

Jenseits klassischer Methoden: Reifegradzentrierte Führung – was wirkt wann bei wem?

Sie kennen das vielleicht: Man sitzt in einer agilen Runde, die Post-its kleben an der Wand, die Stimmung ist gut – und trotzdem kommt nichts wirklich in Bewegung. Oder die neue Führungsmethode, die man mit Begeisterung eingeführt hat, verflüchtigt sich nach wenigen Wochen im Alltag. Holokratie, Scrum, Design Thinking – alles klang vielversprechend, doch irgendwie scheint es nie so recht zu greifen. Die einen finden es zu esoterisch, die anderen zu technisch. Nach kurzer Zeit ist die Energie verpufft, die Routinen übernehmen wieder das Kommando.

Warum scheitern so viele moderne Management-Ansätze genau dort, wo sie gebraucht würden – im echten Leben? Vielleicht, weil sie Methoden anbieten, wo in Wahrheit Bewusstheit gefragt wäre.

Management auf ethischer Grundlage hat verstanden: Nicht die Technik verändert Menschen, sondern das Bewusstsein, aus dem sie angewandt wird. Und damit beginnt ein völlig neuer Führungsansatz – einer, der weniger mit Prozessen zu tun hat als mit innerer Klarheit. Purpose-Pioniere und -Pionierinnen führen nicht durch Druck, Macht oder Kontrolle, sondern durch Bewusstsein. Sie wirken aus jener stillen, schöpferischen Kraft, die entsteht, wenn Denken, Fühlen und Handeln in Einklang kommen – mit sich selbst, mit anderen, mit dem Ganzen. An inneren Werten orientierte Führung bedeutet, die Zusammenhänge zu erkennen, bevor sie sichtbar werden.

Im Licht erscheinen die Konturen klar – die Menschen, die Talente, die Aufgaben. Manager, die aus einer inneren Klarheit heraus agieren, sehen ihre Organisation nicht als Maschine, sondern als lebendiges System aus Beziehungen und Bewusstseinsfeldern. Sie erkennen, wo ihr Unternehmen steht, auf welcher Entwicklungsstufe es sich befindet, welche Kultur, welche Reife und welche Denklogik das gemeinsame Handeln prägt. Führung heißt für sie: erkennen, annehmen, handeln. Erkennen – was ist. Annehmen – was sich zeigt. Handeln – aus dem, was verstanden wurde. Das ist beileibe kein theoretisches Konzept, sondern eine Praxis, wie sie von Pionieren wie beispielsweise Helmy Abouleish, dem Geschäftsführer der SEKEM-Gruppe in Ägypten und Vorsitzenden des Board of Trustees der Heliopolis University for Sustainable Development, täglich gelebt wird – eine Führungspraxis, die Mut, Demut und Wahrhaftigkeit verlangt: „Wer seine Organisation nicht in einem klaren Licht betrachtet, wird sie nie wandeln können.

Reife statt Rolle: Die neue Bewusstseinslogik der Führung

Die reifegradzentrierte Führung, wie sie Helmy Abouleish praktiziert, ist die Weiterentwicklung des klassischen situativen Führungsstils. Während Paul Hersey und Ken Blanchard die Anpassung des Führungsverhaltens an den Reifegrad der Mitarbeitenden beschrieben, geht die reifegradzentrierte Führung einen Schritt weiter: Sie fragt nicht nur, was jemand kann, sondern in welchem Bewusstsein er oder sie handelt.

Dieses Bewusstseinsverständnis lässt sich treffend mit dem Modell der Spiral Dynamics beschreiben, das die Entwicklung mensch­licher Werte- und Denksysteme in aufeinanderfolgenden Stufen abbildet – von machtzentrierten und sicherheitsorientierten Weltbildern bis hin zu komplexen, systemischen und ganzheitlichen Denkformen. Wer die Dynamik dieser Ebenen erkennt, versteht, warum bestimmte Führungsmethoden in einem Umfeld hervorragend wirken und in einem anderen unweigerlich scheitern. Eine Organisation auf der Stufe des Ordnungs- und Stabilitätsdenkens (blau) braucht Orientierung und Klarheit. Eine, die bereits im grünen oder gelben Wertefeld agiert, verlangt nach Kooperation, Selbststeuerung und Sinn. Reifegradzentrierte Führung heißt also, diese Ebenen wahrzunehmen – nicht zu werten, sondern sie in ihrem jeweiligen Bewusstsein zu verstehen und darauf aufbauend zu führen. (…)

Purpose Practice

SIEBEN DIMENSIONEN EINER ENKELTAUGLICHEN TRANSFORMATION

Wo nachhaltige Unternehmensführung bisherige Steuerungsmodelle hinterfragt und neue Formen der Wertschöpfung ins Zentrum gerückt hat, entsteht nun der Bedarf nach klaren Instrumenten, die diesen Wandel nicht nur begleiten, sondern systematisch verankern. Hier setzt die Future Responsibility Scorecard (FRSC) an – ein zukunftsweisendes Framework, das klassische Managementmodelle um ethische, kulturelle und Purpose-getriebene Dimensionen erweitert. Es wurde von Michael, zusammen mit Nachhaltigkeitsexperten, als IT-gestütztes Steuerungsinstrument entwickelt und erfolgreich eingesetzt. Denn ebenso entscheidend wie methodische Klarheit, ist auch die innere Haltung, mit der Wandel gestaltet wird:

Jede Transformation beginnt in den Köpfen und Herzen der Menschen. Deshalb verbinde ich im Folgenden strukturelle und kulturelle Aspekte: Mit den Sieben Dimensionen der Transformation stelle ich zunächst ein robustes strategisches Modell vor – erweitert wird dieses schließlich um eine tiefenpsychologisch fundierte Betrachtung der sechs Bewusstseinshaltungen, jenen inneren Orientierungen, die in Organisationen wirken und sich über die Zeit hinweg entfalten können. Gehen wir einmal davon aus, dass Zukunft kein Zufall ist, sondern das Ergebnis bewusster Entscheidungen, strategischer Ausrichtungen und vor allem: einer Unternehmenskultur, welche Verantwortung nicht delegiert, sondern lebt. Genau hier setzt nun die Future Responsibility Scorecard an, denn die FRSC versteht sich als konsequente Weiterentwicklung der Balanced Scorecard (BSC)71 von Kaplan und Norton und integriert soziale, ökologische, ethische wie kulturelle Aspekte in ein strategisches Managementsystem der Zukunft. Die BSC, ursprünglich in den 1990er-Jahren entwickelt, hat sich als wirkungsvolles Instrument für Strategieumsetzung und Performance Management etabliert. Sie schafft Transparenz über finanzielle und nicht-finanzielle Ziele, macht Wechselwirkungen sichtbar und unterstützt Unternehmen dabei, Prioritäten zu setzen, Ressourcen gezielt zu steuern und alle Mitarbeitenden strategisch auszurichten. Voraussetzung für ihren Erfolg ist, dass sie nicht nur als Controlling-Werkzeug betrachtet, sondern als integrales Managementsystem verstanden wird. Ihre Wirksamkeit entfaltet die BSC erst durch sorgfältige Einführung, kontinuierliche Überprüfung und die aktive Einbindung der Mitarbeitenden.

Während die klassische BSC nur vier Perspektiven umfasst – Finanzen, Kunden, interne Prozesse sowie Lernen bzw. Entwicklung –, erweitert die FRSC dieses Konzept nun ganz entscheidend: Sie setzt den Purpose, also den sinnstiftenden Beitrag des Unternehmens zur Gesellschaft, als eigenständige Perspektive ins Zentrum und ergänzt die klassischen vier Perspektiven zusätzlich um Nachhaltigkeit und Unternehmenskultur. So entsteht ein neues, siebenfach differenziertes Modell – getreu dem Leitgedanken: Wirkliche Transformation gelingt nur, wenn sie nicht als äußere Anforderung, sondern als gelebter innerer Wert verstanden wird. Diese Ergänzung knüpft direkt an den traditionellen Corporate-Social Responsibility-Dreiklang an – bestehend aus ökologischer, ökonomischer und sozialer Verantwortung. Doch während CSR vor allem beschreibt, was Unternehmen verantwortungsvoll tun sollten, geht die FRSC darüber hinaus und zeigt, wie diese Verantwortung strategisch und kulturell verankert und operativ umgesetzt werden kann.

Entsprechend basiert die FRSC auf sieben strategischen Dimensionen, die sich logisch aus dem Purpose-orientierten Leitbild ableiten und sich zu einem kohärenten System verbinden. Insgesamt werden 58 Perspektiven berücksichtigt – jede davon ein konkreter Hebel für zukunftsfähiges Wirtschaften:

1. SINNORIENTIERTES LEITBILD – Es beschreibt nicht nur den Zweck des Unternehmens, sondern dessen Verantwortung im großen Zusammenhang: gegenüber Mensch, Natur, Gesellschaft und nachfolgenden Generationen.

2. VERANTWORTUNGSVOLLES GESCHÄFTSMODELL – Aus dem Leitbild wird ein Geschäftsmodell abgeleitet, das Verantwortung übernimmt – für Mensch und Umwelt. Das Business Model Canvas für Effizienz wird um Nachhaltigkeitskriterien erweitert, mit Fokus auf Wirkung statt nur auf Wertschöpfung. Somit wird es mehr zu einem Lebensmodell.

3. ZUKUNFTSFÄHIGE FORSCHUNG & ENTWICKLUNG – Produkte und Dienstleistungen dürfen nicht systemischen Schaden verursachen, sie sollen evolutionären Nutzen stiften. Produktinnovation als direkter Beitrag zur Lebensqualität – dank Kreislauffähigkeit, Suffizienz, Cradle to Cradle und Ecodesign, entsprechend einer Technologiefolgenabschätzung nach VDI 3780.

4. WERTEORIENTIERTES BEZIEHUNGSMANAGEMENT – Ein zukunftsfähiges Unternehmen pflegt ethisch fundierte, faire und transparente Beziehungen zu allen Stakeholdern. Nicht nur Lieferantinnen und Kundinnen, sondern auch Mitunternehmen, Gemeinwesen und Gesellschaft werden als Partner gesehen. Das Ziel sind Win-Win-Win-Konstellationen, die ökonomisch, sozial und ökologisch wirken.

5. AGILE UNTERNEHMENSENTWICKLUNG – Das Unternehmen wandelt sich zur lernenden, agilen Einheit – selbstorganisierte Teams, Salutogenese, Kreiskultur und Feedbackprozesse bilden das Fundament einer evolutionären Organisation, die komplexe Herausforderungen eigenverantwortlich löst und ein hohes Maß an Anpassungsfähigkeit und Innovationskraft entwickelt.

6. MANAGEMENT COCKPIT – Eine neue Form des Controllings: Neben klassischen Kennzahlen fließen soziale, ökologische und kulturelle Indikatoren in eine ethische Evaluierung ein – durch ein Frühwarnsystem mit Echtzeitdaten und klaren Ursache-Wirkungs-Zusammenhängen zwischen Leitbild, Strategien, Zielen und Maßnahmen.

7. INTEGRIERTES MANAGEMENTSYSTEM – Alle erarbeiteten Elemente der vorigen Dimensionen werden in bestehende Unternehmensprozesse integriert. Ziel ist also ein integriertes Managementsystem, das Nachhaltigkeit als Leitinstanz zu ISO9001, ISO14001, ISO45001, ISO50001 und weiteren Normen verankert und sich kontinuierlich verbessert. Der Deming-Kreis (Plan–Do–Check–Act) wird um Nachhaltigkeit und Gemeinwohlorientierung erweitert.

 

Das zentrale Umsetzungsinstrument zur Anwendung der FRSC ist eine IT-Anwendung. Sie ist ein strukturiertes Tool zur Ableitung konkreter Maßnahmen, das über eine Ampellogik (Rot bis Dunkelgrün) Reifegrade sichtbar macht, um von der Ist-Analyse über den „Purpose-Flash“ bis hin zur Formulierung von Work-Packages zielgerichtete Transformation und Change auf den Weg zu bringen. (…)

Interview Parts

Ebenen der Entfaltung – mit Michael im Dialog

Auf der Suche nach dem eigenen Purpose und der Antwort auf die Frage, wie man nicht nur zu sich selbst, sondern zu anderen und der Welt gelangt, wollte ich es noch genauer wissen: Wie lässt sich diese Purpose-Findung in konkrete Schritte, in eine nachvollziehbare Ordnung bringen? Wie entfaltet sich Purpose in seiner ganzen Tiefe – von den höchsten geistigen Ebenen bis hin zu konkreten Umsetzungen?

Michael hat mir dazu ein Modell eröffnet, das er selbst als „die sieben Ebenen der Entfaltung von Purpose“ beschreibt – vom Ursprung im Licht über Natur- und Lebensgesetze bis hin zur Manifestation in Unternehmen. Ich habe ihn gebeten, mich Punkt für Punkt durch diese Ebenen zu führen. Was daraus entstand, ist kein theoretischer Aufsatz, sondern ein sehr persönliches Gespräch. Ich lade Sie nun herzlich ein, daran teilzuhaben – gewissermaßen so, als würden Sie mit uns am Tisch sitzen.

Ebene 1: Licht

„Lieber Michael, Du sagtest mir, am liebsten hättest du ‚Licht in die Welt bringt‘ oder etwas in der Art als Untertitel gehabt – warum?“

„Absolut, liebe Anita, aus gutem Grund – denn Licht ist für mich klar der Ursprung, und die Lichtebene die Ausgangsebene von allem! Evolution selbst ist nichts anderes als die Manifestation von Licht auf der Erde. Licht bedeutet alles, was uns Menschen in unsere höchste Schwingung bringt – Hawkins beschreibt es in den obersten Ebenen seines Bewusstseinsspektrums, auch Spiral Dynamics oder Martin Permantier verorten dort ihre höchsten Entwicklungsstufen. Licht steht also für die reine geistige Welt, die Quelle, aus der alles Leben hervorgeht.“

„Aber wo Licht ist, ist auch Schatten, oder? Wie gehen wir mit dieser Dualität um?“

„Gerade darin liegt die Aufgabe – Licht zu erkennen heißt auch, das Dunkle zu sehen und unterscheiden zu können. Dafür braucht es eine sogenannte Shura-Aloka-Haltung, die Haltung eines Kämpfers für das Wahre, Lichtvolle. Dieser Krieger trägt eine klare Brille – er sieht die Phänomene der Welt so, wie sie sind, ohne Illusion, ohne Verblendung. Und er kennt nicht nur das Licht, sondern auch das, was in der materiellen Welt als Nicht-Licht erscheint. Erst aus dieser Erfahrung heraus kann er das Lichtvolle vom Dunkeln trennen – symbolisch mit dem Schwert, das Klarheit schafft. Manchmal zeigt sich das ganz konkret, etwa wenn man in einer Verhandlung spürt, ob der Partner aus Angst heraus handelt oder aus Vertrauen – und sich selbst dann bewusst zu entscheiden, Vertrauen zu schenken. Das ist gelebtes Licht.“ (…)

Leseprobe

Verbundenheit, Dankbarkeit und Urvertrauen

Berührung – das klingt weich, fast zu weich für eine Welt, die von Effizienz, Selbstoptimierung und Zielorientierung geprägt ist. Doch wer tiefer schaut, entdeckt darin eine erstaunlich kraftvolle Fähigkeit: Es ist der vielleicht menschlichste aller Impulse, der uns nicht nur verbindet, sondern auch heilt – weil er die Wunden der Trennung schließt, Vertrauen nährt und uns in Dankbarkeit wachsen lässt.

So ist es nicht unsere Intelligenz, die uns mit der Welt verbindet. Es ist unser Herz. Sein Puls schlägt im Takt der Verbundenheit – jener Fähigkeit, sich selbst, andere Menschen und die Welt wieder wahrhaftig zu spüren. Es erinnert uns daran, dass das Glück der anderen auch unser eigenes berührt. Dieses Bewusstsein beginnt tief in uns – und strahlt aus: in Beziehungen, Organisationen, Gesell­schaft. Es ersetzt Angst durch Vertrauen, Trennung durch Verbindung, Kampf durch Zusammenarbeit. Wer diesen Weg geht, erlebt seine eigene Wiedergeburt – mitten im Alltag: in einer Entscheidung, die fairer ist als nötig; in einem Gespräch, das zuhört, bevor es urteilt; in einer Tat, die aus Mitgefühl geschieht.

Hilfreich ist dabei eine begriffliche Schärfung: Empathie ist das Mitfühlen – wir spüren Schmerz, Trauer, Angst anderer. Mitgefühl fügt die prosoziale Motivation hinzu: den Wunsch, Leid zu lindern. Empathie allein kann – gerade bei Helfenden – erschöpfen (Empathie-Stress). Mitgefühl hingegen aktiviert Ressourcen: Es hält handlungsfähig und schützt vor Burnout. Neuropsychologische Befunde deuten darauf hin, dass Empathie eher Schmerznetzwerke (u. a. Insula, anteriorer cingulärer Cortex) beansprucht, während Mitgefühl Belohnungs- und Bindungsnetzwerke (etwa ventrales Striatum, orbitofrontaler Kortex) rekrutiert. Das Ergebnis ist der schon beschriebene „Warm Glow“: ein wohlwollendes inneres Empfinden, das zu nachhaltigem Helfen motiviert – ohne auszubrennen. Diese Haltung ist trainierbar.

Gelebte Verbundenheit hat damit auch eine gesellschaftliche Seite: In komplexen, polarisierten Umgebungen baut Mitgefühl Brücken – und führt uns zugleich zu einer inneren Zufriedenheit, die aus dem Bewusstsein schöpft, Teil eines größeren Ganzen zu sein. Wer begreift, dass sein Dasein eingebettet ist in eine fragile und zugleich machtvolle Ordnung, im Zusammenspiel mit der Welt, der beginnt, sich selbst mit anderen Augen zu sehen. In Demut und Dankbarkeit erkennen wir: Unsere Lebenszeit ist ein Geschenk, nicht „verdient“, sondern anvertraut. Dieses Geschenk ist uns nicht nur zur Selbstentfaltung gegeben, sondern zur Mitwirkung im größeren Gefüge.

Aus diesem Verstehen erwächst eine besondere Form von Dankbarkeit – nicht als sentimentales Gefühl oder moralischer Imperativ, sondern als tief empfundene Antwort auf das Geschenk der Verbundenheit. Forschungen der Positiven Psychologie (u. a. Robert Emmons, Martin Seligman) belegen: Dankbarkeit steigert Lebenszufriedenheit und Resilienz, fördert soziale Eingebundenheit und wirkt neurobiologisch wie ein Schutzprogramm gegen Angst und Erschöpfung. Praktisch bedeutet das: Dankbarkeit hilft uns, den Blick zu weiten – der Fokus verschiebt sich vom Mangel auf das Tragende. Wir registrieren Ressourcen, die schon da sind; kleine Fortschritte bekommen Gewicht; Beziehungen werden als Quellen von Halt erlebt. Wer so schaut, wird milder mit sich – und zugewandter mit anderen. (…)

Purpose live

„Purpose wirkt“ erscheint nicht nur als Buch, sondern auch in Lesungen, Event-Talks und Veranstaltungen weitergedacht.

Eventanfrage

Kommende Veranstaltungen

Graz: Lesung mit Purpose-Pionier:innen

Ort: Buchhandlung Moser, Am Eisernen Tor 1, 8010 Graz
Termin: 17.09.2026
Uhrzeit: 19:30 Uhr

Teilnehmende Purpose-Pioniere: Manfred Hohensinner, Julia Fandler und Ulli Retter

Pöllauberg: Inspirationstag für Leader

Ort: Retter Bio-Natur-Resort, 8225 Pöllauberg 88
Termin: 19.09.2026 
Uhrzeit: 10:15 und 11:30

Teilnehmende: Anita Tscherne und Michael Weiss

Riegersburg: Buchpräsentation im essbaren Tiergarten

Ort: Zotter Schokolade, 8333 Riegersburg
Termin: in Vorbereitung für Frühjahr 2027
Uhrzeit:

Teilnehmende Purpose-Pioniere: Josef Zotter und andere

Pöllauberg: Lesung mit Purpose-Pionier:innen

Ort: Retter Bio-Natur Resort, 8225 Pöllauberg 88
Termin: in Vorbereitung
Uhrzeit:

Teilnehmende Purpose-Pioniere: Ulli Retter, Julia Fandler und andere

Stegersbach: Buchpräsentation

Ort: Hotel & Spa Larimar, 7551 Stegersbach
Termin: in Vorbereitung
Uhrzeit:

Teilnehmende Purpose-Pioniere: Johann Haberl und andere

Hartberg: Lesung zum Welttag des Buches

Ort: Morawa Buchhandlung, Wienerstraße 2, 8230 Hartberg
Termin: 23.04.2027
Uhrzeit:

Teilnehmende Purpose-Pioniere: noch offen

Vergangene Veranstaltungen

Graz: Lesung mit Purpose-Pionier:innen

Ort: Buchhandlung Moser
Termin: 17.09.2026

Highlights: Diese Veranstaltung findet erst noch statt.

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